AB Syndrom

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B Syndrom, das Berliner Duo, das seit 2017 mit seinem Vocal-Chop-Hit „Flaggschiff“ von sich reden macht, veröffentlicht mit „PLASTIK“ bereits sein drittes Album. Mit weit über 1 Million Streams auf Spotify und Airplay auf radioeins und Fritz, erspielt sich die Band ihren Platz im progressiveren Teil der deutschsprachigen Musikwelt. Unterstrichen wird das durch die Aufnahme der Band in den "Sound of 2017" von Radio Fritz mit dem zweiten Album „Hey Herz“.

Bereits 2012 wurden mit „Alles Deins“ die ersten ambitionierten Gehversuche auf den Markt geworfen und mit Erstaunen zur Kenntnis genommen. Während das Fazemag über das erste Album schreibt: „Unhörbar. Deutscher HipHop über zerhackt schlaumeiernden Electronica- und Pseudo NuJazz-Beats“ Sieht die Süddeutsche Zeitung AB Syndrom bereits als Teil der „Erneuerung

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B Syndrom, das Berliner Duo, das seit 2017 mit seinem Vocal-Chop-Hit „Flaggschiff“ von sich reden macht, veröffentlicht mit „PLASTIK“ bereits sein drittes Album. Mit weit über 1 Million Streams auf Spotify und Airplay auf radioeins und Fritz, erspielt sich die Band ihren Platz im progressiveren Teil der deutschsprachigen Musikwelt. Unterstrichen wird das durch die Aufnahme der Band in den "Sound of 2017" von Radio Fritz mit dem zweiten Album „Hey Herz“.

Bereits 2012 wurden mit „Alles Deins“ die ersten ambitionierten Gehversuche auf den Markt geworfen und mit Erstaunen zur Kenntnis genommen. Während das Fazemag über das erste Album schreibt: „Unhörbar. Deutscher HipHop über zerhackt schlaumeiernden Electronica- und Pseudo NuJazz-Beats“ Sieht die Süddeutsche Zeitung AB Syndrom bereits als Teil der „Erneuerung des deutschen Hip-Hop aus dem Geist des Indie- und Elektro-Pop".

AB Syndrom polarisiert und ist von Anfang an hundert Prozent selfmade. Von der gesamten Musikproduktion, über Grafik bis hin zu Musikvideos, die zu Teilen interaktiv sind, wird alles in Eigenregie produziert und auf dem selbstgegründeten Indie-Label „Herr Direktor“ veröffentlicht.

Nachdem Bennet das erste Album in autistischer Einzelarbeit schreibt, holt Drummer Anton die Musik-Produktion aus dem Schlafzimmer heraus in den Proberaum und auf die Bühne. Bei AB Syndrom steht der Rhythmus immer im Vordergund, wie er erklärt: „Das war von der Beat-Schiene her genau das, was ich schon immer machen wollte: Ein bisschen andere Rhythmen, schon mit einem richtigen Groove, aber nicht so straight. Viele Stücke sind von der Verfremdung und Verzögerung des Beats aus gedacht: dieser ist oft Ausgangspunkt für die anschließende Entstehung der Songs selbst.“

Das prägt seither ebenfalls die Live Shows, die AB Syndrom erst als Quartett und später als Duo umsetzen. Instrumentierung mit live Drums, Keyboards und diversen elektronischen Hilfsmitteln – aber immer alles live: Keine Backing-Tracks, kein Spiel zum vorgefertigten Tape. Das ist beiden bei all der eingesetzten Elektronik sehr wichtig, denn "nur so können [sie] die Emotionalität und die Energie der Songs auch live transportieren".

Seit ihrem zweiten, 2015 veröffentlichten Album „Hey Herz“ ist der Kompositionsprozess bei AB Syndrom geprägt vom ständigen Wechselspiel aus Bennets elektronischer Produktion und der Live Umsetzung mit Instrumenten; von Bennets einsamen Schreiben und der musikalischen Arbeit von AB Syndrom als Kollektiv. So urteilt das Intro Magazin: „Verblüffend, einfach nur verblüffend: Vier junge Typen, nach Berlin gezogene Provinzler, Minilabel und auch sonst von Tuten und Blasen vermutlich keine Ahnung – und dann so ein Album? »Hey Herz«, die zweite LP von AB Syndrom, ist trotz oder gerade wegen ihrer Maßlosigkeit und Unzulänglichkeiten eine super Platte.“
Das Percussion- und Elektronik-Geplucker und das vertrackte Schlagzeugspiel bilden die Grundlage für die Poesie von Frontmann Bennet. Seine Texte sind sehr persönlich bis autobiografisch, und bieten Einblick in ein junges Seelenleben, das dank auffälliger Stimmverfremdung (Stichwort „chopped and screwed“, pitched, etc. pp) und lyrischer Abstraktion dennoch undurchsichtig und schwer zu fassen bleibt.

Ihren Ansatz haben AB Syndrom über die drei Alben konsequent weiterentwickelt. Auf „Plastik“ erreicht die musikalische Symbiose nun ihren bisherigen Höhepunkt. Das Album klingt reifer, runder und erwachsener ohne dabei jedoch an Eigenwilligkeit einzubüßen. Und der lyrische Blick wagt sich auf Plastik erstmals aus dem innersten, privaten heraus nach außen.

Das Album erzählt von Adoleszenz in einer gewaltvollen, spätkapitalistischen Gesellschaft. Romantische Texte schwanken zwischen lyrischen Metaphern und rauer, urbaner Realität, mit Zeilen wie „Pack deine Taktikblüten zurück in Plastiktüten!“, „Wo ist mein Büffelrudelsinn hin?“ oder „Nimm mich mit zum Waterboarding.“. AB Syndrom haben mit „Plastik“ ein sehr zeitgenössisches Album aufgenommen, sicher kantig genug um weiterhin die Geister zu scheiden.

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