Lemonwood

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Silvester 2003 in einem Bauernhaus an der Elbe: Justus ist 12 Jahre alt und versucht zu schlafen, doch die Isomatte ist hart und die Erwachsenen tanzen eine Etage tiefer zu lauter Musik. Neben ihm liegt ein Mädchen. Sie sieht aus wie eine Fee. Die Erwachsenen lachen und schreien und es wird klingen wie das Leben, das bald kommen wird. Plötzlich wird ein Song gespielt – schwere, einfache Klavierakkorde, diese herzzerreißende Stimme und dann der Refrain. Die Erwachsenen schmettern die Zeilen mit und alles verschwimmt, dabei träumt er doch noch gar nicht. Justus weiß jetzt: all das möchte er auch. Er wird eine Band gründen und alles wird verschmelzen: Hoffnungen, Träume, Menschen.

Gut 10 Jahre später – Sommer – selber Ort: Vier junge Männer sitzen oben unter dem Dach an ihren Instrumenten und einem Aufnahmegerät. Es ist zwar

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Silvester 2003 in einem Bauernhaus an der Elbe: Justus ist 12 Jahre alt und versucht zu schlafen, doch die Isomatte ist hart und die Erwachsenen tanzen eine Etage tiefer zu lauter Musik. Neben ihm liegt ein Mädchen. Sie sieht aus wie eine Fee. Die Erwachsenen lachen und schreien und es wird klingen wie das Leben, das bald kommen wird. Plötzlich wird ein Song gespielt – schwere, einfache Klavierakkorde, diese herzzerreißende Stimme und dann der Refrain. Die Erwachsenen schmettern die Zeilen mit und alles verschwimmt, dabei träumt er doch noch gar nicht. Justus weiß jetzt: all das möchte er auch. Er wird eine Band gründen und alles wird verschmelzen: Hoffnungen, Träume, Menschen.

Gut 10 Jahre später – Sommer – selber Ort: Vier junge Männer sitzen oben unter dem Dach an ihren Instrumenten und einem Aufnahmegerät. Es ist zwar schon eine Weile dunkel, doch lange sind sie noch nicht wach. Wie lange sie schon hier sind wissen sie nicht so genau, aber es sind wohl schon ein paar Tage, die nicht mehr auseinanderzuhalten sind. Tage werden zu Nächten und andersherum. Salo zählt ein und das Haus wackelt in allen Farben. Ein großes breites Grinsen breitet sich aus. Das Delay hinter Alex Gitarre fliegt aus dem Fenster und tanzt mit den Vögeln. Tropische Gesänge der Vögel nachts in der Prignitz. Paul spielt Bass und alles wird zu satter Erde, auf der schon bald Bäume wachsen könnten.

Jemand geht ins Kaminzimmer, Holz nachlegen. Vor dem Fenster im Erdgeschoss steht ein Zitronenbaum, wirkt anmutig, zart und doch unheimlich kraftvoll. Die Musik läuft sowieso weiter – so geht das schon die ganze Zeit. Man kommt nicht mehr dagegen an. Ohnehin will das auch keiner, denn das hier ist ihre Mission und ihr Traum und alle träumen ihn zusammen. Er wird weitergehen – in dem Bauernhaus, in Berlin, und am besten überall.
Die Gründung der Band LEMONWOOD geht bereits auf die Schulzeit der Musiker zurück. Ein guter Freund empfiehlt damals Sänger Justus einen Bassisten namens Paul - mit den Worten, er sei dem Alkohol nicht abgeneigt, habe eine Schwäche für Mädchen, und höre gerne Nirvana, – kurz er sei die perfekte Wahl. Beide entwickelten über die Jahre eine tiefe Freundschaft und auch ihre Liebe zu Morrissey. Bis heute baut Justus live manchmal Textzitate aus dessen Musik ein und schaut Paul dabei tief in die Augen. Jahre später trifft Justus in einen Liveclub auf den Gitarristen Alex. Alex spielt eine schwedische Gitarre und ist durch und durch Rock `n` Roll. Auch er wird Teil der Band und schmiedet von da an mit Justus große Pläne. Drummer Salo kommt etwas später dazu und komplettiert das Quartett letztlich. Die vier befinden sich bald auf einer wilden Reise und lassen sich inspirieren – vor allem Alex und Justus entwickeln eine Vision der Musik, die immer psychedelischer wird. Die romantisch vagen Songs von Justus werden zu sentimentalen Soundblasen.

Lemonwood sind Paul Piesker (Bass), Salomon Bosse (Schlagzeug) und Justus Maaz (Gesang, Gitarre, Keyboards), sowie live Alexander Schulz (Gitarre), allesamt geboren und lebend in Berlin. Die Musik beschreiben sie selbst schlicht als Psychedelic Pop, es lassen sich aber Bezüge zu Shoegaze, Neo Psychedlic, Krautrock, Madchester, Americana und 60s Rock‘n‘Roll ausmachen. Die Songs sind melodiös und eingängig, dabei oft mit Überlänge und mantrahaft in viel Hall und Echo getaucht. Der Songwriter und Produzent Justus verarbeitet Themen wie Sehnsucht, Verlust, Suche und Hoffnung, aber auch philosophische Ideen und spirituelle Wahrnehmung.

Es vergehen einige Jahre in denen die Bandmitglieder auch Einblicke in eigene und fremde Abgründe bekommen und doch irgendwie immer weitermachen. Aufhören ist keine Option - Veränderung schon. So verlässt Alex 2019 die Band als festes Mitglied, um von nun an als Livemusiker die Reise fortzusetzen. „You're either on the bus or off the bus“.
Wie es wirklich war, wer kann das schon sagen. Im Bauernhaus an der Elbe geht die Sonne inzwischen langsam wieder auf. In den kommenden Tagen und Nächten werden sie noch weiter musizieren, Songs aufnehmen und alles wird verschmelzen. Die kommenden Monate und Jahre werden sie auf verschiedene Wege verschlagen und Träume träumen lassen. Und schließlich werden sie am 25. September 2020 ihr erstes Album “HOME” veröffentlichen. Endlich angekommen.

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